Bierarten

APA / American Pale Ale

Die amerikanische Version vom klassischen englischen Ale. Auch wenn die ersten Pale Ale Biere aus dem 19. Jahrhundert stammen, liegt die Geburtsstunde dieser leichten Variante in den 70-er Jahren. Es ist geschmacklich mit dem Indian Pale Ale verwandt jedoch nicht so stark im Alkoholgehalt. APA ist ein obergäriges Bier, das ausschließlich mit amerikanischem Hopfen gebraut wird. Die leicht goldene Farbe stammt vom ungerösteten Gerstenmalz und einer besonderen Hefe-Art, die dem Ale einen vollen aber gleichzeitig leichten Geschmack mit einer fruchtiger Note und Nuancen von Zitrusfrüchten verleihen.

Indian Pale Ale

Ein recht bitteres und gleichzeitig alkoholreiches Bier sind zwei Merkmale, welche die Besonderheit von Indian Pale Ales ausmachen. IPAs haben ihren Ursprung in England, wobei Variationen von Pale Ale zu britischen Kolonialzeiten in Indien hergestellt wurden. Die klimatischen Gegebenheiten in der Region hat die Distribution von Bier zu jener Zeit aber sehr kompliziert gemacht - lange Transportzeiten, die für gewöhnlich mehr als sechs Monate andauerten, ließen das Bier als ungenießbare Brühe bei den britischen Kolonialherren ankommen. Die Lösung für das Problem fanden die damaligen Brauherren in der Zugabe von zusätzlichem Stammwürzextrakt und Hopfen. Damit wurde eine wesentlich längere Haltbarkeit erreicht. Dieser Prozess unterscheidet das IPA von herkömmlichen leichteren Ales. Nach der zunehmenden Verbreitung und steigender Popularität von untergärigen Biersorten verlor leider das IPA an Beliebtheit. Heute erlebt IPA eine Art Renaissance aufgrund der derzeitigen individuellen Bierbraubewegung vor allem in den USA aber auch in vielen kleinen europäischen Brauereien. Das Bier verkörpert mit Noten von Zitrusfrüchten, Mango und Kiefer pure Sommergefühle.

Varianten: IPA, IPA Black, IPA Double, IPA Double Black Cream, IPA White, IPA Fruit

Black IPA

Eine junge Biersorte, welche sich durch ähnliche Merkmale wie beim Indian Pale Ale auszeichnet. Jedoch hat das Black IPA für gewöhnlich einen etwas höheren Alkoholgehalt. Der größte Unterschied zu den klassischen IPAs entsteht jedoch durch die Zugabe von gerösteten dunklen Malz, das dem Ale einen starken Körper verleiht samt ihm eine Farbe gibt, die von dunklem Braun bis Schwarz mit Rubinroten Einschlägen. Der Black IPA zeichnet sich durch einen relativ malzigen aber gleichzeitig süßen Geschmack aus. Black IPA ist ein ausbalanciertes Bier mit Nuancen von Zitrusfrüchten aber auch mit kräftigen Röstaromen und Malzgeschmack und einer markanten Hopfennote. Serviert wird Black IPA für gewöhnlich in einem Tulpenglas.

Double IPA

Double IPA stammt ursprünglich aus den USA. Manchmal auch imperial genannt - geliehen vom Imperial Stout, welches ursprünglich am Hof von Zarin Kateřina Veliká gebraut wurde. Alle double IPAs haben eines gemeinsam: einen relativ hohen Alkoholgehalt, der um die 10 % liegt. Der Geschmack von Imperial Inda Pale Ale ist Hopfen geprägt und wirkt füllig, malzig mit einer ausgeprägten Bitterkeit. Für Bierkenner: die Bitterkeit liegt bei rund 100 IBU.

White IPA

Viele Brauereien produzieren dieses neue sogenannte „Hybridbier". Sie erreichen dabei oft eine erfrischende Abwechslung zu dem oft etwas schwereren Indian Pale Ales ohne auf den ursprünglichen Geschmack und die befriedigenden Komplexität verzichten zu müssen. Grundlegend ist das White IPA ein Bier, das den Hopfencharakter und die Brauprozesse eines Indian Pale Ales mit dem Weizen und den Gewürzelementen eines erfrischenden belgischen Weizenbieres verbindet.

Fruit IPA

In diesem modernen Indian Pale Ale macht man beim Trinken sofort die erfrischende Entdeckung von Früchten, die sich perfekt mit dem aromatischen Hopfen verbindet. Wir haben für eine bessere Orientierung diese Subgruppe der IPAs kreiert.

Weizenbock

Eine stärkere Version des bayerischen Weißbieres. Das Weizenbock ist ein sehr volles Bier. Im Duft sind Töne von typisch dunklen Früchten wie Pflaumen oder Rosinen zu entdecken. Diese sind auch im Geschmack deutlich zu erkennen. Die Farbe ist typischerweise halb dunkel bis dunkel. Biere dieser Art sind dank ihres höheren Alkoholgehalts (häufig 6-10%) ideal für kühle Abende. Das Weizenbock ist auch weniger bitter als beispielsweise ein Ale. Einer der ersten Varienten dieses Bieres wurde 1907 von Scheinder Weisse Aventinus gebraut als eine Reaktion auf die zunehmende Popularität von untergärigen Doppelbock-Bieren.

Stout

Stouts erkennt man sofort: sie besitzen eine tiefdunkle Farbe, die Richtung Kohle geht und ist wesentlich dicker als andere Biere. Diese Biersorte wurde entwickelt, um Gewinne im Kielwasser der Erfolge von Londons Porter-Bieren zu erzielen. Ursprünglich ein cremiges Bier mit stärkerem Körper im Vergleich zum Porterbier. Mit seinem unverwechselbaren Aussehen und einem Aroma, das an Kaffee erinnert aber auch Noten von Schokolade besitzt, sind Stouts nicht zu verfehlen. Der Schaum ist sehr dick, cremig und meist ockerfarben.

Varianten : Imperial Stout , Milk Stout

Imperial Stout

Ursprünglich aus der legendären Tharale's Brauerei in London, die auch als erste Brauerei dieses Bier exportierten. Der Alkoholgehalt liegt zwischen 9 % bis hin zu 12 %. Dieses Bier ist sehr reich an Geschmack: Er beinhaltet Noten von Schokolade, Kaffee Likör, Portwein und dunklen Früchten. Das Bier genießt große Beliebtheit bei Biertrinkern, die nach starken und ausdrucksstarken Getränken suchen.

Milk Stout

Eine sehr interessante Stout-Art ist Milch Stout - auch als Creme Stout oder süßes Stout bekannt. Das Besondere an Milch Stout: Bei der Herstellung wird Laktose hinzugefügt. Die Hefe kann sich somit nicht entfalten, was dazu führt, dass viel Zucker im Bier bleibt. Das Ergebnis ist ein angenehm süßlicher Geschmack.

Barley Wine

Obwohl sein Name (Übersetzt „Malz-Wein") etwas anderes vermuten lässt, ist dies ein wirklich starkes, ausdrucksvolles und intensiv aromatisches obergäriges Bier. Barley Wine ist eines der stärksten Bierarten überhaupt. Das Bier ist fruchtig und süß, besitzt bittersüße Nuancen und gleichzeitig deutliche Spuren von Hopfen. Die Farbpallete reicht von Bernstein bis hin zu Dunkelbraun. Das volle Potenzial entwickelt das Bier bei der Reifung in Fässern oder ähnlich wie bei Wein in Flaschen. Die optimale Reifungszeit sollte dabei zwischen 6 Wochen und 5 Jahren liegen.

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